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 Abenteurer


Mit dabei seit Ende 2007 Wohnort: Walsrode Status: Offline
| Fahrzeuge 1. Patrol K260 SD33T 2. Suzuki Hayabusa 3. Mercedes CLK 320 4. BMW E46 5. Triumph Tiger T400 |
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Verfasst am: 11.09.2009 20:59:20 Titel: |
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Wenn der sich Wellendichtring nennt, dann ists der richtige.
Radlager einstellen, nun, bei verbauten Lagern ist das recht einfach, bei neuen Lagern bin ich von obig geschildertem etwas überrascht, ich kann den entsprechenden Passus im WHB nicht finden, so mit Einpressen etc.
Radlager einstellen, bei eingebauten, gebrauchten:
Genereller Radlagertest:
Rad aufbocken, das es frei drehbar ist.
Zackig den Reifen horizontal links und rechts anfassen und bewegen.
Dabei nicht die Lenkbewegung beginnen.
Es darf kein spürbares Spiel vorhanden sein.
Die Mutter, bei mir ist das auch eine Kronmutter wenn ich mich recht erinnere, soweit anziehen, das gerade kein Spiel mehr merkbar ist. Dabei darf das Ganze nicht so fest sein, daß das Rad sich nur noch schwer oder sehr schwer drehen lässt(von Hand), es soll sich im Prinzip leicht oder einigermassen leicht drehen lassen.
Dann, meist passt das Splintloch dann nicht, in Richtung "fest" bis zum nächsten passenden Loch weiterdrehen, Splint rein alles zusammenbauen, fertig. Massig Fett einschmieren nicht vergessen.
Beim Einstellen gern mal etwas herumprobieren, da macht man normal nix kaputt, bekommt aber dann ein feineres Gefühl für das Lagerspiel.
Hab meine Radlager vor 5 Jahren eingestellt und funktioniert immer noch bestens.
WICHTIG: es darf kein Dreck, gar kein Dreck, aber auch überhaupt kein Dreck, erst recht kein Sand, nichtmal ein Sandkorn in den ganzen Lagerbereich hineingeraten. Daher ausgebaute Teile auf ein sauberes Tuch oder eine saubere Unterlage(Zeitung geht gut) legen. Sollte dann doch das spielende Nachbarskind an einem vorbeigerannt sein und dabei die halbe Sandkiste hinter sich hergezogen haben, sprich die ausgebauten Teile wie mit dreckigem Zucker bestreut aussehen, kein Problem, peinlich genau mit Waschbenzin, Bremsenreiniger, Verdünner, Terpentin oder Petroleum reinigen, peinlich genau.
Sollte dazu auch noch Dreck und Sand in das Lager und den Bereich gelangt sein, betroffene Teile vorsichtig ausbauen, sodaß man den Sand nicht noch weiter verteilt und verunreinigte Teile wie oben erwähnt reinigen. Nach dem Reinigen wieder dick einfetten, gleich, nicht erst morgen, sonst kann das rosten.
Reinigen in einem kleinen Eimer mit 0,5l Reinigungsflüssigkeit und Pinsel und dann gib ihm. Besonders das Lager selbst ist prädestiniert für ein" ich verstecke Sandkörner perfekt" und ja nicht zu oberflächlich reinigen, pingelig und wenn du meinst, du hättest alle Sandkörner erwischt, mach alles nochmal, mit sauberer neuer oder gefilterter Reinigungsflüssigkeit und gereinigtem Behälter, auch das alte Fett muss komplett entfernt werden.
Sandkörner beispielsweise zerstören die gehärtete Oberfläche der Lagerkugeln bzw. Walzen, damit werden diese meist recht schnell zerstört. Da reicht ein Sandkorn, muss nicht, kann.
(Irrtümer vorbehalten, Rechtschreibfehler dürfen behalten werden)
Ach und nebenbei, indem man WHB konforme Begriffe verwendet, macht man die Sache doch deutlich leichter ;o) | |
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 Offroader


Mit dabei seit Mitte 2009 Status: Urlaub
| Fahrzeuge 1. Nissan Terrano 1 2,7 TD 2. Nissan Terrano 1 2,7 TD 3. Nissan Terrano 1 2,7 TD 4. Nissan Terrano 1 3l V6 5. Toyota Landcruiser HJ61 4,0 TD |
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Verfasst am: 12.09.2009 23:29:55 Titel: |
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recht hat er der vorredner !
und nicht am fett sparen das ist lebenswichtig für die lager ...nicht nur menge sondern auch qualität müssen stimmen!
ich kann nur AUTOL TOP 2000 empfehlen für alles was ihr schmieren wollt und speziell für radlager gibts AUTOL TOP 2000 HIGH TEMP echt geil das zeugs | _________________ Hubraum ist nur zu ersetzen, durch NOCH MEHR HUBRAUM!!! |
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 Offroader


Mit dabei seit Anfang 2007 Wohnort: Bergisch Gladbach Status: Verschollen
| Fahrzeuge 1. Patrol K160 |
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Verfasst am: 13.09.2009 13:47:01 Titel: |
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| Hallo, welche Folgen hat es denn, wenn das Lager leider zu fest angezogen wird???? Ich hab da 'ne Befürchtung, dass das bei mir vorne links so ist. Weil diese Kronenmuter sehr schwer zu drehen war..... | |
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 Abenteurer


Mit dabei seit Ende 2007 Wohnort: Walsrode Status: Offline
| Fahrzeuge 1. Patrol K260 SD33T 2. Suzuki Hayabusa 3. Mercedes CLK 320 4. BMW E46 5. Triumph Tiger T400 |
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Verfasst am: 14.09.2009 21:26:32 Titel: |
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Naja, wie du sicher weisst, besteht das Lager aus mehreren Bestandteilen. Ein zu fest eingestelltes Lager führt zu übermässigem Verschleiss auch im Lager selbst und damit zum raschen Exitus. Darüber hinaus verschleissen auch die Lagerringe übermässig. Du erzeugst mit der Mutter ja Druck auf das Lagersystem, damit mehr Reibung und schwergängigere Bestandteile und damit..................
Nun würde ich aber den Teufel noch nicht an die Wand malen. Es kommt natürlich auch darauf an, wie viel zu fest das Lager nun eingestellt war. Nur mal eben ein oder zwei Tick fester sind nicht soooo wild. Auch kommt es darauf an, wieviel bzw. wie lang mit falsch eingestellten Lagern gefahren wurde.
Stell das Lager mal korrekt ein und schau mal, ob du dabei die "Grenze" überschreitest. Also den Punkt, ab dem sich das Lagerspiel(Test siehe vorigen Beitrag von mir) nicht mehr ausschalten lässt ohne die Mutter anzuknallen, also über den gesunden Punkt hinaus. Ist das so, musst du den Teufel dann doch an die Wand malen, dann gleich Paarweise, sprich, die andere Seite machste gleich mit.
Teuer wird das nicht, Lager kosten nicht die Welt und die Lagerringe, vermute ich, kosten da auch kaum etwas, bei der Bucht gibts komplette Sätze, zumindest vor 2 Jahren war das noch so.
Einzig diese Einpressgeschichte könnte etwas figgelinsch werden, kenne ich auch nicht, ich hab aber auch noch kein Radlager beim erneuert. Im Zweifel beide Seiten ausbauen und mit dem Geraffel dann zu Nissan oder einem anderen Freundlichen fahren, der dir die Dinger eben aus und einpresst. Wenn das so simpel ist wie bei den Blattfederschäkeln vorn die Bolzen aus und einzupressen, ist das eine 5 oder 10 EUR Geschichte.
Wellendichtring neu nicht vergessen und daran denken, die Dichtringe sind leicht eingepresst. Das Innenleben, also die dichtenden Lippen darfste nichtmal angucken, nur so als Tipp, was das Thema Empfindlichkeit betrifft. Ich mag etwas übertreiben, kann mich aber daran erinnern, daß ich mal bei einer Getriebewelle so einen Dichtring anfasste, also die Dichtlippe und mein Meister mich unter wildem Fluchen ins Lager einen neuen holen schickte. Nun ist der besagte Wellendichtring nicht so relevant wie selbiger am Getriebe aber ihr wisst Bescheid.
Ahh eines noch, Fett nicht vergessen, gleich das gute Graphitfett, davon ordentlich und reichlich einbringen.
Falls ichs noch nicht erwähnte, Fett nicht vergessen ;o)
Reihenfolge aller Komponenten einhalten und exact so wie ausgebaut auch wieder einbauen. Nichtmal eine Scheibe, auch wenn sie alle gleich aussehen, vertauschen.
@Marcel, stell dein Lager erstmal korrekt ein und schau mal, was dabei herauskommt. Wenn du dein Lager noch sauber einstellen kannst, würde ich damit erst einmal eine Weile herumfahren und schauen, wie es sich verhält. Nach 2 ereignislosen Wochen, in denen du natürlich recht ausgiebig gefahren sein solltest, würde ich das Lager nochmal einstellen. Dann wieder schauen und wenn nix passiert.............................
Ist deine Entscheidung, wenn du dich besser fühlst, machs neu, kost echt nicht die Welt und den Fummelkram mit den Lagerringen bekommste auch hin. Bin dann auf deinen diesbezüglichen Bericht gespannt ;o)
Ich würde auch in Erwägung ziehen, das Nissan machen zu lassen. Teile besorgste dir selbst und Nissan darf einbauen. Das kann nicht wirklich teuer sein und du sparst dir sämtliche Einstellereien und Einpressereien, lernst aber dafür nix.
Radlager hinten sieht da ganz anders aus, schon biste da mal herankommst............
Patrolier sagt ja, kein Ding, aber zwischen "kein Ding" und "kein Ding" scheint es dann doch Unterschiede zu geben, aber das ist eine andere Geschichte ;o) | |
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